Früherkennung Autismus-Spektrum-Störungen (FEASS)

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

In der Früherkennungsambulanz untersuchen wir Kleinkinder im Alter zwischen 12-30 Monaten mit dem Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) oder andere Entwicklungsstörungen.

Warum gibt es die FEASS?

Eltern machen sich häufig schon um den 15.-18. Lebensmonat Sorgen um die Entwicklung ihres Kindes, insbesondere dann, wenn schon ein Kind mit ASS in der Familie lebt (Chawarska, et al., 2007; DeGiacomo & Fombonne, 1998; Zwaigenbaum et al., 2009). Untersuchungen zeigen, dass eine frühe, solide und standardisierte Diagnostik sowie eine frühe Förderung mit einer besseren Langzeitentwicklung und höheren Selbstständigkeit verbunden sind (Dawson & Burner, 2011; Estes et al., 2015; Fountain et al., 2012; French & Kennedy, 2017).

Was ist unser Ziel?

Durch gelungene Frühdiagnostik und -intervention sowie Schulung und Beratung der Betreuungspersonen kann das Risiko ungünstiger Entwicklungsverläufe und weiterer Problemverhaltensweisen schon sehr früh gemildert und die Chance einer gelungenen Integration des Kindes erhöht werden.

Was machen wir?

Wir führen eine spezifische und differenzierte Diagnostik (Fragebögen, ADOS-2, Entwicklungsdiagnostik, körperliche Untersuchung) durch, auf deren Grundlage wir – in der Regel ab dem Alter zwei Jahren – eine gesicherte ASS diagnostizieren können. Zuvor formulieren wir (bei entsprechenden Auffälligkeiten) eine Verdachtsdiagnose und führen regelmäßig Wiedervorstellungen zur Beurteilung des kindlichen Entwicklungsverlaufs durch.

Im Anschluss an die Diagnostik erfolgt eine umfassende Aufklärung und Beratung der Eltern im Hinblick auf mögliche Förderung und Therapien. Wir beziehen hierfür auch andere fachspezifische Hilfebereiche (u.a. Sozialpädiatrische Zentren, Frühförderstellen, Kinderärzt*innen, Sozial- und Jugendämter) ein, um die Versorgungssituation des Kindes im individuellen Fall zu optimieren.

In unserem eigenen Autismus-Therapie-Zentrum haben wir die Möglichkeit, den Kindern und ihren Eltern eine standardisierte und wissenschaftlich geprüfte verhaltenstherapeutische Frühintervention anzubieten. 

Was müssen Sie zum Termin mitbringen?

  • Die Krankenkassenkarte Ihres Kindes
  • Vorbefunde in Kopie ( z.B. Arztberichte, Testergebnisse, Entwicklungsberichte usw.) 
  • das gelbe U-Heft
  • Hinweis: Bei Eltern mit gemeinsamem Sorgerecht benötigen wir stets das Einverständnis beider Elternteile für die Untersuchung. Bitte berücksichtigen Sie dies, wenn Sie die Einverständniserklärungen vor dem Termin ausfüllen und an uns zurückschicken.

Terminvergabe über unser Sekretariat

Auch wenn wir uns um eine rasche Terminvergabe bemühen, muss aufgrund der vielen Anfragen mit Wartezeiten gerechnet werden.
Wir freuen uns darauf, Sie in unserer FEASS zu begrüßen und die Entwicklung ihres Kindes zu begleiten!

Tel: 0551 3962444

Kontakt

Direktorin

Prof. Dr. med. Luise Poustka

Prof. Dr. med. Luise Poustka

Kontaktinformationen

Psychologin, M. Sc.

Dr. Corinna Isensee

Dr. Corinna Isensee

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Psychologin, M. Sc.

Hannah Blank

 Hannah Blank

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